08. Juni: Spätlese im Predigerkeller Erfurt

Spätlese im Predigerkeller

Jürgen Brugger

Auf dem Klappentext des neuen Lyrikbandes von Jürgen Brugger kann man lesen:
Sein 2005 erschienener Erstling mit dem vielsagenden, aber unaussprechlichen Titel:
„Ge(b)(k)(sp)rochenes Wort - Dienstgeheimnisse eines Träumers“ endet mit dem lapidaren Vierzeiler:
„Während wir nach Worten ringen, um es auf den Punkt zu bringen, wird uns oftmals schmerzlich klar, dass der Punkt ein Komma war…,“ …hinter dem nun „Im Lampenschein“ (Titel des Buches d.R.) weitere poetische Spitzfindigkeiten ans Licht gezaubert werden.“

Jürgen Brugger wurde am 17.November 1957 in Erfurt geboren. Nach dem Abitur studierte er in Dresden und arbeitete dann einige Jahre als Diplompädagoge an der Sprachheilschule in Erfurt.
Mit dem Ende der DDR boten sich neue Wege bei der Liberalisierung des Bildungssystems auch hier unserer schönen Stadt und Jürgen Brugger war 1993 einer der ersten Lehrer an einer sich nach reformpädagogisch Prinzipien orientierenden, freien alternativen Grundschule – dem „Regenbogen Freie Schule Erfurt e.V.“ Durch eine schwere Krankheit ist er seit 2003 erwerbsunfähig und arbeitet nur noch geringfügig an seiner Schule. Jürgen Brugger ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er schreibt seit über 20 Jahren Verse, diverse Texte und politische Glossen und beschäftigt sich mit Philosophie und aktueller Politik.

„Verquer, irgendwie sympatisch…“ rezensiert ihn das Erfurter „hEFt für literatur, stadt und alltag“ und die Erfurter „Rampensau“ schreibt über ihn: „Eine kritische Auseinandersetzung mit alltäglichen und politischen Ereignissen spiegelt sich in den doppel- und hintersinnigen Texten wieder. Dem Leser wird dabei einiges abverlangt.“

Jürgen Brugger wurde 2005 erster Preisträger des Rudolstädter Schreibwettbewerbs „Die Literaturmeile“. Während dieser Veranstaltungen und diversen Poetry-Slams, unter anderem auch bei der früheren Spätlese im „Presseclub“ stellte er regelmäßig sein Rezitationstalent unter Beweis. Wenn man ihn fragt, was er so schreibt, sagt er mit einem Augenzwinkern: „Gebrauchslyrik für Jedermann“
Im Bauhausjahr wohl genau das Richtige für einen literarischen Abend mit wenig Schnörkeln aber meist klarer Botschaft und gelegentlicher Lachmuskelanspannung.

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